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Internet im Hotel

Letztes Jahr wurde das EU-Roaming eingeführt, wurde auch Zeit. Man ist nun zumindest innerhalb der EU nicht mehr von WLAN-Hotspots abhängig, die sich gerade Hotels oft fürstlich entlohnen haben lassen.
Generell habe ich mit Internetzugängen in Hotels schon einige Erfahrungen gemacht, bei denen ich mir denke: „Was soll das?“

Kostenloser Zugang – dafür quälend langsam

Gerade in Hotelportalen bin ich dem „kostenlosen Zugang für unsere Gäste“ gegenüber sehr skeptisch. So war ich letztes Jahr im Intercity Hotel in Weimar und der kostenlose Zugang in einem Business-Zimmer(!) hatte eine Bandbreite von 256 Kilobit/s. Zum Vergleich: ein normaler DSL-Anschluss hat zwischen 16.000 und 50.000 Kilobit/s und selbst mit dem iPhone ist das Internet in der Regel wesentlich schneller. Nur war gerade das Business-Zimmer an einem Innenhof, den das Mobilnetz nur schlecht erreichte. Ich habe also jeden Tag ein paar Stunden in der Lobby gesessen und von da mit meinem iPhone eine Internetverbindung fürs Laptop hergestellt.

Alle Tiere der Wüste versammeln sich

Humane Preise für einen WLAN-Zugang

In einem meiner Lieblingshotels auf Gran Canaria waren die Preise für den schnellen Internetzugang mit 14 Euro für eine Woche wirklich human, trotzdem haben gefühlt alle Hotelgäste abends in der Lobby gesessen und am Smartphone gedaddelt, weil es nur da den kostenlosen Zugang gab. Das hat mich doch sehr an das Wasserloch in der Wüste erinnert…
Der natürlich dann auch quälend langsam war. Ich war das letzte Mal da, kurz bevor das EU-Roaming eingeführt wurde. Bin gespannt, wo die Gäste jetzt abends sitzen.

Der etwas andere Internet-Zugang

Einen „Höhepunkt“ bot vor kurzem ein Landhotel im Sauerland. Dort war das Handynetz echt schlecht, aber das Hotel verteilte für unsere Tagung Zugangspässe für das eigene Hotspot-System, das mit 2.000 Kilobit/s pro Nutzer abgeriegelt war. Damit ließe sich schon arbeiten, wenn man dann endlich das Zugangsformular gefunden hat, das sich ziemlich gut versteckte. Und dann geschah Folgendes: Nach geglücktem Zugang öffnete sich auf meinem iPhone eine einschlägig bekannte Porno-Website. Nun war ich mir ziemlich sicher, dass ich diese Website nicht vorher mit meinem iPhone aufgerufen hatte, eine Restunsicherheit blieb jedoch. „Glücklicherweise“ erging es meinem Nebenmann eine Minute später genauso. Er zuckte richtig zusammen, als sich auf seinem Dienstgerät auf einmal nackte Tatsachen darboten…
Hat wohl ein vielleicht noch pubertierender IT-Azubi das System eingerichtet und sich einen kleinen Spaß erlaubt. In der Pause bin ich dann mal zur Rezeption und habe der freundlichen Rezeptionistin das Problem geschildert. Sie war noch in der Ausbildung und mit meinem „Problem“ komplett überfordert. Sie bot mir einen neuen Zugangscode für das WLAN. Das hätte das Problem ja nicht gelöst, also bat ich sie mit dem Chef darüber zu reden. Später kam der Besitzer des Hotels und es war ihm sichtlich peinlich, was in seinem „ehrenwerten“ Haus den Gästen so angeboten wurde.

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