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Leibzsch

2014-08-05 12.07.25Oder auch Leipzig, wie man auf Hochdeutsch sagt. Es war mein erster Besuch in der sächsischen Metropole. Ich hatte schon lange eine Einladung, die ich mit dem Deutschland-Pass auf dem Rückweg von Berlin endlich wahrnehmen wollte.

Angekommen in einem der größten Bahnhöfe Europas, der mittlerweile wie fast alle großen Bahnhöfe einem Einkaufszentrum gleicht und bei dem die Züge nur noch Nebensache sind, wartete ich auf meine Gastgeberin. Währenddessen ging draußen die Welt unter und ich sah Leipzig zunächst im Regen versinken.

Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer größten Bahnhöfe Europas.

Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer größten Bahnhöfe Europas.

Weil wir dann erst in die Stadt wollten, plante ich meinen Koffer in einem Schließfach am Bahnhof zu lassen. Tja, das war nicht ganz so einfach. Obwohl mein Koffer nicht übermäßig groß war, passte er in kein Schließfach. Erst nach einer Viertelstunde weitere Schließfächer suchen und ausprobieren, ob der Koffer passt, hatten wir eins gefunden, in das ich ihn mit Mühe und Not reinquetschen konnte. Das hatte jedoch auch einen Vorteil: Der Regen hatte mittlerweile wieder nachgelassen, sodass die Stadtführung beginnen konnte.

2014-08-05 12.20.11

Ein neues Gebäude der Universität Leipzig, das in eine alte Kirche integriert wurde.

Seit der Wende ist in Leipzig im Prinzip alles saniert und/oder neugebaut worden. Man muss schon etwas länger suchen, bis man noch DDR-Reste entdeckt. Die findet man zum Beispiel in Berlin-Mitte noch viel häufiger. Leider gibt es von Leipzig nur ein paar Bilder, weil mein iPhone in den Tagen gesponnen hat.

Die Thomanerkiche in Leipzig

Die Thomaskiche in Leipzig

Wir waren dann in der Nikolaikirche. Das ist die mit den Montagsdemonstrationen und gleichzeitig die größte Kirche in Leipzig. Verglichen mit dem Kölner Dom ist sie aber echt winzig. Der Innenraum ist sehr schön im Stil des Klassizismus gestaltet. Bei den Führungen in der Kirche steht jedoch ihre Rolle 1989 klar im Vordergrund. Ebenfalls in Leipzig zu sehen ist die Thomaskirche, das ist die mit dem Thomanerchor, da war es für eine Besichtigung zu spät.

Ansonsten ist Leipzig ein Shopping-Paradies. Es gibt lange Fußgängerzonen, viele kleine Passagen mit Läden und in jede Baulücke wurde ein Einkaufszentrum gesetzt. Ein besonderes Ensemble ist die Moritzbastei. Die Reste der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Stadtbefestigung sind heute ein Kulturzentrum. Unterirdisch ziehen sich durch Gewölbe diverse Räume, in denen es Konzerte stattfinden und in denen es Cafés und Bars gibt. Die Moritzbastei wurde Ende der 1970er Jahre zum Studentenclub der Uni Leipzig ausgebaut.

Am nächsten Morgen waren wir dann noch auf dem City-Hochhaus, das in der 30. Etage einen Panorama-Blick über die Stadt liefert. Trotz des Wetters war die Aussicht lohnenswert.

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Laibzsch, ich komme gerne wieder, aber dann bitte ohne Regen.

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