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Das perfekte Winterziel: die Emirate

Ich mag keinen Winter. Deshalb zieht es mich regelmäßig in die Sonne. Meistens um Karneval, denn hier in Köln wird man dann nicht vermisst. Während ich früher im Winter öfter auf den Kanaren war, ist mir das Wetter da mittlerweile zu unsicher. Letztes Jahr im Februar habe ich gefroren und habe dort in zwei Wochen einmal die Sonne gesehen. Deshalb ging es dieses Jahr über Karneval wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Abu Dhabi.

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In den letzten Jahren war ich mehr mehrfach in den VAE und habe dort u.a. vier Kreuzfahrten gemacht. Dieses Mal habe ich mich für einen „klassischen“ Hotelurlaub entschieden. Abu Dhabi wurde es mehr oder weniger aus der Not heraus, weil es nach Dubai keine freien oder günstigen Flüge mehr gab. So also Last-Minute mit Etihad Airways in die Hauptstadt der VAE.

Nach dem problemlosen Hinflug wartete eine leider sehr lange Schlange an der Passkontrolle auf uns. Insgesamt dauerte es eine Stunde, bis der Stempel im Pass war. Zum einen waren nur wenige Schalter besetzt. Das vermutlich an der frühen Zeit (es war 7 Uhr morgens) und am Wochentag. Der Freitag ist dort das Pendant zum Sonntag. Zum anderen schien jeder Passagier irgendein Problem mit seinem Pass zu haben. Ein Paar blockierte einen Schalter für fast 30 Minuten.

Dabei ist es für deutsche Staatsbürger ziemlich einfach, in die VAE zu reisen. Man braucht kein Visum, muss kein Formular ausfüllen, sondern nur den Pass hinlegen, fertig. Nachdem das überstanden war, ging es gleich ins Hotel, praktischerweise zur Frühstückszeit. Unser Hotel war das Crowne Plaza Yas Island, das zusammen mit ein paar anderen Hotels ein Ensemble namens Yas Plaza auf der Yas-Insel bildet. Die Yas-Insel ist den Formel 1-Fans eventuell ein Begriff, denn hier befindet sich (in Sicht- und Hörweite der Hotels) der Marina Circuit, die Rennstrecke für den Großen Preis von Abu Dhabi. Es ist aber keine Insel im eigentlichen Sinn, eher ein durch Kanäle und Aufschüttungen gestaltetes Gelände, das auch noch einige Kilometer vom Meer entfernt ist. Dafür hat die Yas-Insel viele Fahrradwege (es gibt auch Leihräder) und Joggingstrecken.

Außerdem gibt es auf der Yas-Insel: Ferrari World, einen Indoor-Freizeitpark u.a. mit der schnellsten Achterbahn der Welt, den Wasserpark Yas Waterworld und seit kurzem die Yas Mall, eines der größten Einkaufszentren der VAE.

Alle Attraktionen und die Hotel sind mit einem kostenlosen Bus verbunden, der alle halbe Stunde fährt. Ansonsten ist auch Taxifahren in den VAE sehr erschwinglich. Die Fahrt vom Hotel zur Yas Mall (ca. 5 Kilometer) kostet ca. 2,50 Euro.

Unser Hotel hatte eine schöne Außenanlage mit zwei Pools, bequemen Sonnenliegen und einer Poolbar. Da wir Halbpension gebucht hatten, konnten wir zwei Mal täglich im Jing Asia Restaurant essen. Bei Holidaycheck hatte jemand die geringe Auswahl kritisiert. Gut, wenn man orientalische und indische Küche nicht mag, war die Auswahl wirklich gering. Das Essen war sehr gut. Neben den vorbereiteten Speisen am Buffet gab es frisch auf Wunsch zubereitete Gerichte und morgens diverse Eierspeisen. Zum Essen waren die alkoholfreien Getränke inklusive, das war auch gut so, denn ein normaler Kaffee im Hotel kostete 5 Euro. Zusätzlich gab es die Wasserflaschen auf dem Zimmer gratis.

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Wie immer in den letzten Jahren war auch diesmal der Service sehr freundlich, was ich in Deutschland immer wieder vermisse. Die Hotels haben übrigens keinen Strand direkt am Hotel, weil sich ein Golfplatz rundherum zieht. Dafür gibt es einen gemeinsamen privaten Strand, ca. 500 Meter entfernt, der für Hotelgäste kostenlos ist.

Abu Dhabi selbst hat nicht so viele Attraktionen zu bieten. Ausnahme ist die große Moschee, die ich aber schon kannte. Dafür gibt es im Hinterland die Gelegenheit zu einer Wüstensafari.

Mit sehr komfortablen Jeeps ging es zunächst ca. eine Stunde in die Wüste. Dort trafen sich dann ein gutes Dutzend Jeeps und man konnte schon mal die erste Düne besteigen. Anschließend ging es im Jeep über die Dünen und das ist ein echtes Abenteuer.

 

Unser Fahrer war wohl einer der besseren. Unser Jeep blieb nicht auf dem Kamm oder in einem Loch stecken und musste per Seil befreit werden, so wie es bei anderen der Fall war. Dafür konnte unser Fahrer seine rasante Fahrweise nicht durchziehen, denn einer Mitfahrerin ist die Fahrt nicht so gut bekommen und der Inhalt ihres Magens bahnte sich einen Weg nach oben.

Anschließend wurden ein paar Kamele und ein paar Falken besichtigt, dann ging es ins Wüstencamp. Dort konnte man wieder auf eine ziemlich hohe Düne klettern, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Dummerweise verschwand die Sonne im Dunst, sodass es mit dem Sonnenuntergang nix wurde. Die Düne konnte man mit Snowboards runterbrettern. Im Wüstencamp gab es dann ein ebenfalls sehr gutes orientalisches Abendessen und eine eher mäßige Bauchtanzshow. Als es später dunkel war, wurden für eine Viertelstunde alle Lichter gelöscht und der Sternenhimmel zeigte sich in voller Pracht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Sterne man sehen kann, wenn man nicht in einer lichtverschmutzten Großstadt ist.

Übrigens kann man diesen Ausflug sehr gut von zu Hause aus buchen. Mit 62 Euro ist er so nämlich billiger, als wenn man ihn bei seinem Reiseleiter oder im Hotel bucht (in der Regel 80-100 Euro).

Das perfekte Urlaubsziel im Winter

Das Wetter war konstant sehr gut, ist in der Region um die Jahreszeit auch nicht anders zu erwarten. Tagsüber sind es knapp über 30 Grad, abends kühlt es ein bisschen ab, aber nicht soweit, dass man eine Strickjacke braucht. Die ist aber praktisch, wenn man Bus oder Taxi fährt oder sich mehrere Stunden in einer Shopping Mall aufhalten möchte. Die Klimaanlagen sind dort immer bis zum Maximum aufgedreht.

Preislich waren die VAE in den letzten Jahren attraktiver, mit dem schwächeren Euro hat sich alles im Schnitt um 20 Prozent verteuert. Das Preisniveau entspricht westeuropäischen Metropolen. Eine Ausnahme bildet der Alkohol: der ist hier eher auf skandinavischem Niveau.

Der relativ kurze Flug mit 6 Stunden und die quasi Sonnengarantie machen die VAE für mich zum perfekten Winterziel.

 

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