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Mit der AIDA durch den Orient

Meine zweite Kreuzfahrt führte mit der AIDADiva von Dubai aus durch den persischen Golf. Sie war das komplette Gegenteil der ersten Kreuzfahrt.

Die AIDA konnte mich in allen Punkten überzeugen: Das Essen war bombastisch, das Essen war bombastisch und außerdem war das Essen bombastisch. Und es gab keine Italiener, jedenfalls nicht so wie auf der ersten Kreuzfahrt. Da das Konzept von AIDA dem eines Ferienclubs entspricht, waren alle ziemlich locker, sympathisch und gut drauf.

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Hab ich schon erwähnt, dass das Essen bombastisch war? Sowohl die Auswahl als auch die Qualität der Speisen hat mich nachhaltig beeindruckt wie man sicherlich merkt. Empfehlung für diese AIDA (und auch die anderen) ist das Marktrestaurant, das jeden Abend kurz nach der Öffnung schon wieder wegen Überfüllung geschlossen wurde. Da gab es alles, optisch sehr ansprechend aufbereitet und lecker.

Auch sonst hatte das Schiff einiges zu bieten, obwohl das Freizeitangebot dann nicht an Oasis und Co. ran reicht. Es gibt ebenfalls einen Fitnessstudio mit Blick aufs Meer und vor allem eine Sauna mit Glasfront. Nun war es vielleicht etwas ungewöhnlich, im Mittleren Osten bei über 30 Grad draußen noch auf dem Schiff in die Sauna zu gehen, aber warum eigentlich nicht? Einmal pro Woche gibt es gegen Aufpreis (ich glaube, es waren 25 Euro) noch ein spezielles Saunaevent, bei dem auch der Wellness-Bereich mit Whirlpool etc. mit genutzt werden konnte, der sonst separat war. Außerdem gab es viel Obst, Säfte und natürlich spezielle Aufgüsse und ein Peeling. Wer sowas mag, sollte die Saunanacht schnell buchen, sobald sie angekündigt wird.

Bei dieser Kreuzfahrt war ich schon das zweite Mal in Dubai, deshalb gab es da gar nicht so viel Neues zu entdecken, der Burj Kalifa war noch nicht eröffnet, sodass wir in Dubai vorrangig unsere Lieblings-Mall, die Ibn Battuta Mall besucht haben. In dieser Mall sind die einzelnen Bereiche den Reisen von Ibn Battuta nachempfunden, der das arabische Gegenstück zu Marco Polo war. Bei einem späteren Besuch habe ich dieses Video gemacht (die Mall ist so lang, dass man sich von einem Ende zum anderen fahren lassen kann).

Mehr als Dubai: Maskat, Abu Dhabi, Manama

Dafür waren die anderen Ziele neu und aufregend. In Maskat, der Hauptstadt des Oman war ich auch schon vorher, aber nur am Flughafen, weil wir da auf der ersten Dubai-Reise umgestiegen sind. Der Souk in der Innenstadt ist toll, wenn auch klein. Sultan Qabus hat nicht weit von der Innenstadt einen sehr imposanten Palast.

Sehenswert sind auch das „Heimatmuseum“, in dem gezeigt wird, wie das Leben im Oman früher war und die große Hauptmoschee von Manama.

Übrigens ist Weihrauch sehr wichtig in Oman und quasi ein Nationalsymbol. Entsprechend wurde ihm mit diesem riesigen Kelch ein Denkmal gesetzt und überall in der Stadt wird geräuchert, was das Zeug hält.

Abu Dhabi ist die kleinere, ruhigere Version von Dubai und besteht ebenfalls aus vielen Hochhäusern und Malls. Die große Scheich-Zayid-Moschee ist spektakulär. Der weiße Marmor lässt einen in der gleißenden Sonne fast schneeblind werden. Innen drin gibt es einen riesigen handgeknüpften Teppich und Leuchter mit tausenden Swarovski-Kristallen. Einer davon gilt als größter Kronleuchter der Welt. In den Emiraten muss halt alles groß bzw. das Größte sein.

In Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, steht das Emirates Palace, das wie der Burj-Al-Arab in Dubai zu den luxuriösesten Hotels der Welt zählt. Man kommt übrigens problemlos rein.

Manama ist die Hauptstadt von Bahrain und war die letzte Station auf der Kreuzfahrt vor der Rückkehr nach Dubai. Hier wurde viel Geld in Beton und Stahl gesteckt und so entstand unter anderem dieses Hochhaus, das Windräder integriert hat. Hier gibt es ebenfalls eine sehr große, weiß-leuchtende Moschee, deren Besuch beeindruckt. Ansonsten hat Manama keine großartigen Sehenswürdigkeiten außer einem weiteren Heimatmuseum und einem alten Stadtpalast.

Die fast identische Reise habe ich später noch mit der Costa Deliziosa, der Costa Fascinosa und der Costa Atlantica gemacht. Dabei wurde Bahrain wegen der politischen Lage nicht mehr angelaufen. Stattdessen gab es Aufenthalte in Fujeirah und Khasab. Beides so langweilige Nester, dass man da wirklich besser an Bord bleibt.

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