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Die Oasis-Kreuzfahrt und Barcelona – Teil 1

Letzte Woche war endlich Urlaub. Ich bin zwar viel unterwegs, das hat aber oft wenig mit Urlaub zu tun, weil meistens der Laptop dabei ist und unterwegs gearbeitet wird. Ich gebe aber zu, dass es sich weniger nach Urlaub anfühlt, wenn man irgendwo am Meer in einem Café in der Sonne arbeitet. Der richtige Urlaub ist ohne Laptop und das iPhone wird nur genutzt, um Fotos zu machen. Dieser Urlaub war nun an der Reihe.

Die Kreuzfahrt mit der Oasis Of The Seas

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Die Oasis Of The Seas – immer noch mein „Traumschiff“

Mit diesem netten Schiff war ich ja schon mal in der Karibik unterwegs (da gibt’s dann auch mehr Bilder vom Schiff selbst). Weil ich von dieser Reise so begeistert war, freute ich mich umso mehr, nochmal mit der Oasis zu fahren. Praktischerweise ist sie gerade in Europa und so ging es mit dem Flieger nach Barcelona zur Einschiffung.

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Blick von der Oasis über Barcelona: Hinter dem Bug des linken Schiffes kann man noch die Sagrada Familia erkennen.

In den letzten Jahren hat sich auf der Oasis kaum etwas verändert. Der Rumpf ist zwischendurch mal neu angestrichen worden und ist jetzt hellblau. Die einzige sonstige wahrnehmbare Veränderung war der Starbucks auf der Royal Promenade. Hier gab es früher schon einen Tresen mit Kaffeespezialitäten, die extra zu zahlen waren. Jetzt steht halt Starbucks drüber und man kann die entsprechenden Getränke auch auf dem Schiff kriegen. Sonst ist alles beim alten geblieben und das auf unverändert hohem Niveau. Wobei ich einen großen Teil des Schiffes gar nicht betreten habe. Bei der ersten Reise wurde das Schiff noch von oben bis unten und von vorne nach hinten erkundet. Jetzt zieht man sich nur noch in seine Lieblingsecken zurück.

Die Kreuzfahrt selbst dauerte nur 6 Tage. Der zweite Tag war ein Seetag, am dritten Tag legten wir in Civitavecchia an. Das ist quasi der Hafen von Rom, liegt aber von der ewigen Stadt nochmal eine gute Stunde entfernt. Weil ich schon öfter in Rom war, wurde aus diesem Tag ein weiterer Seetag – nur das dieses Mal das Schiff fast leer war, denn anscheinend waren 90 Prozent der Passagiere an Land gegangen.

Blick vom Deck 16 auf den Hafen von Neapel.

Blick vom Deck 16 auf den Hafen von Neapel.

Capri

Am nächsten Tag legten wir in Neapel an. Da man von dieser Stadt ja nicht so viel Gutes hört, sind wir mit dem Tragflügelboot nach Capri gefahren und haben die Insel ein bisschen erkundet. Die einfache Fahrt kostet ca. 20 Euro je nach Fährgesellschaft. Die Boote fahren ca. alle 45 Minuten und es empfiehlt sich, vorher im Internet ein Ticket zu kaufen, denn die Schlangen an den Kassen waren sehr lang und die Boote sehr voll. Nachteil: Sollte sich das Schiff verspäten, verpasst man sein Boot und die Tickets sind nur für die gekaufte Fahrt gültig. Die Überfahrt selbst dauert knapp eine Stunde.

Mit dem Tragflügelboot kommt man schnell nach Capri.

Mit dem Tragflügelboot kommt man schnell nach Capri.

In Capri angekommen ist man zunächst in einem klassischen Touri-Ort mit Souvenirshops und Restaurants mit Speisekarten in zig Sprachen. Um die Insel weiter erkunden zu können, muss man mit dem Bus oder der Zahnradbahn in den Ortskern von Capri weiter. Auch hier lange Schlangen an den Kassen und an den Haltestellen. Für 20 Euro fahren einen die Taxifahrer aber in halsbrecherischer Geschwindigkeit (Italien eben) eine enge Serpentinenstraße hinauf in den Ort. In so ein Taxi passen fünf Leute, also einfach jemanden am Taxistand ansprechen und das Taxi teilen.

Der Ort Capri ist sehr schön, aber wahnsinnig überlaufen, weil eben fast alle Touristen der Kreuzfahrtschiffe – es liegen in der Regel mehrere im Hafen – nach Capri übersetzen. Der Ort besteht aus mehreren kleinen Gassen, die alle für Autos zu schmal sind. Autos gibt es sowieso kaum auf Capri, dafür kleine Elektromobile, die eine erstaunliche Geschwindigkeit besitzen und mit denen alles transportiert wird. Capri ist außerdem ein Shopping-Paradies – zumindest wenn man das nötige Kleingeld hat. Hier gibt es internationale Luxuslabels wie Hermes (nicht der Paketdienst), Moschino usw. Daneben wirkt Lacoste direkt ramschig…

Zumindest auf den Bildern sah die Inseltour mit dem Boot rund um Capri sehr schön aus, das haben wir nicht gemacht, dafür war uns die Zeit zu knapp, weil wir nur ein frühes Boot zurück nach Neapel bekommen haben. Die später am Nachmittag waren als wir ankamen schon ausgebucht.

Für einen Tagesausflug kann ich Capri sehr empfehlen, denn neben den Gassen mit den Touristen gibt es ein paar schöne ruhige Ecken und Hinterhöfe mit Parks und viel Grün.

Noch ein genereller Hinweis für Ausflüge bei Kreuzfahrten: Nur in Ausnahmefällen auf dem Schiff buchen, auf eigene Faust ist das in der Regel viel günstiger. Uns hat der Ausflug pro Person ca. 50 Euro gekostet (Boot hin und zurück sowie geteiltes Taxi). Der gleiche Ausflug ohne großartiges Besichtigungsprogramm (dafür mit Tourguide) kostet auf den Schiffen ca. 100 Euro pro Person. Dafür spart man das Anstehen an den Kassen.

Der nächste Tag war dann wieder Seetag und Tag 6 der Reise schon die Ankunft in Barcelona. Hier geht’s zum zweiten Teil.

Übrigens war Schiffstester Matthias Morr mit an Bord und hat fleißig Videos gemacht, die man in seinem YouTube-Kanal sehen kann (es sind noch nicht alle nachbearbeitet, kommen also in den nächsten Tagen noch welche dazu).

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