Länder
Schreibe einen Kommentar

Gran Canaria – mehr als nur Strand

Die Insel hat mehr zu bieten als nur in der Sonne zu brutzeln, wobei mir persönlich das sogar ausreicht. Gran Canaria hat sehr vielfältige Landschaften. Neben den Dünen mit dem beinahe Wüstenklima erhebt sich der höchste Punkt der Insel auf knapp 2.000 Meter. Das Ganze auf in Luftlinie gerade mal 50 Kilometer.

2016-08-23-14-20-00

In den Bergen am Roque Nublo

Rumkommen

Die Infrastruktur auf Gran Canaria ist hervorragend. Es gibt eine Autobahn die in einem Halbkreis die Insel einmal entlang der Ostküste umfährt. An ihr liegen Las Palmas, der Flughafen und sämtliche touristisch wichtigen Orte im Süden. In den letzten Jahren wurde sie vorallem im Süden mit Hilfe dutzender Tunnel bis nach Puerto de Mogan verlängert, das vorher nur über die kurvenreiche Küstenstraße erreichbar war. Wer es gemütlich mag und die Aussicht genießen möchte, nimmt natürlich weiterhin die Küstenstraße.

Gerade in den Touristenorten findet sich ein Mietwagenverleih neben dem nächsten. Der Preisvergleich lohnt sich. Wir haben für einen Renault Megane Cabrio inkl. Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung für drei Tage 120 Euro bezahlt. Andere Anbieter wollten mehr als das Doppelte.

Wer selber ins Innere der Insel fahren möchte, sollte keine Scheu vor Serpentinen und engen Passstraßen haben, auf denen einem auch gerne LKW und Busse entgegen kommen.

2016-08-23-17-08-29

Blick von Firgas aufs Meer

Bus fahren

Denn der Bus ist eine gute Alternative zum Mietwagen. Gran Canaria ist ziemlich gut mit Linienbussen erschlossen. Das gilt vor allem für die Touristenorte im Süden: Maspalomas, Playa des Ingles und San Agustin. Sie sind gut untereinander und mit der Inselhauptstadt Las Palmas verbunden. Doch auch in den vielen Gebirgsorten hält regelmäßig der „Guagua“, wie die türkisen Inselbusse genannt werden.

Bus fahren ist ziemlich billig. Eine Fahrt innerhalb dieses Touristenkonglomerats kostet 2,30 Euro, eine Fahrt nach Las Palmas 8 Euro. Die Busse fahren regelmäßig, sind modern und gut klimatisiert. Man sollte jedoch drauf achten, einen der Expressbusse („Directo“) zu erwischen, die über die Autobahn fahren. Normale Busse fahren über Landstraßen, halten gefühlt an jeder Ecke und das mit ziemlich abrupten Brems- und Beschleunigungsvorgängen der Fahrer.

Die Fahrkarten kann man beim Fahrer kaufen, die vorbezahlte „Tarjeta Insular“ lohnt sich nur bei vielen Fahrten. Eingestiegen wird nur vorne beim Fahrer – das führt dazu, dass bei einem beliebten Touristenziel wie zum Beispiel im Atlantico-Shopping Center das Einsteigen aller Passagiere schon mal 15 Minuten dauert.

Eine weitere Besonderheit, die zugegebenermaßen sehr verwirrend sein kann: Die Busse zeigen auf der Richtungsanzeige nicht nur an, wohin sie fahren, sondern auch wo sie losgefahren sind und welche wichtigen Zwischenhalte auf dem Weg liegen. An Busbahnhöfen wie in Maspalomas am Leuchtturm (Faro) führt das naturgemäß zu vielen einzelnen Nachfragen der Touristen, wohin der Bus nun fährt.

Mehr Infos zu den Bussen (auch auf Deutsch) http://www.globalsu.net/index_de.php

2016-08-23-15-11-54

Blick von Vallesecco Richtung Las Palmas

Die Inselhauptstadt: Las Palmas

Las Palmas de Gran Canaria ist die Haupstadt der Insel und die Hauptstadt der Inselgruppe der Kanaren. Hier gibt es einen großen Hafen, in dem auch die Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere innenstadtnah entlassen. Las Palmas liegt auf einer Halbinsel und hat so auf beiden Seiten das Meer. Von der Ostküste mit den Häfen zur Westküste mit dem langen Sandstrand, dem Playa des las Canteras,  sind es nur wenige Minuten. Es gibt eine schöne Altstadt und viele weitere hübsche Gebäude aus der Kolonialzeit. Gut essen und trinken kann man hier fast überall. Wer shoppen gehen will, kann das auf den beiden Haupteinkaufsstraßen: Die Fußgängerzone Calle Triana in der Altstadt, die am Park San Telmo (einem der beiden Busbahnhöfe Las Palmas‘) beginnt und die Av. Mesa y López, in der Nähe des Parks Santa Catalina beginnt. Die vielen kleinen Straßen in Las Palmas haben ebenfalls jede Menge Geschäfte.

2014-02-16-11-27-12

Orte im Inselinneren

Die vielen malerischen Örtchen in den Bergen haben (wenn überhaupt) genau eine Sehenswürdigkeit. Da die Ortschaften sehr klein sind, muss man quasi direkt nach dem Ortsschild nach einem Parkplatz suchen, sonst ist man schon wieder auf der nächsten Gebirgsstraße. Die eine Sehenswürdigkeit hat man nach zehn Minuten besichtigt (irgendwann sehen auch alle Inselkirchen gleich aus), man sucht sich noch eine neue Flasche Wasser und weiter geht’s.

Ein paar Beispiele:

Agüimes

Hier steht eine Kirche, deren Baustil Vorbild unter anderem für das Hotel Villa del Conde in Maspalomas war. Die historische Altstadt kann man getrost als malerisch bezeichnen.

Santa Lucía de Tirajana

Dieser Ort ist bekannt für seinen Park, der aber sehr klein ist. Nach einer längeren Anfahrt über die engen Straßen wirkt dieser Ort mit seinen Palmen wie eine erste kleine Oase.

2016-08-23-13-15-00

Teror

Hier gibt es ebenfalls eine schöne Kirche und eine kleine Fußgängerzone. Die Häuser dort haben schöne Holzbalkone.

2016-08-23-16-33-29-hdr

Firgas

Wenn man auf der Insel Mineralwasser kauft, stammt es eigentlich immer aus Firgas. In diesem Ort huldigt man dem Wasser mit einer Wassertreppe, an deren Seiten für jede der Gemeinden der Insel ein Logo prangt.

2016-08-23-17-05-13

Arucas

Hier steht die sogenannte „schwarze Kathedrale“, die Kirche San Juan Bautista. Sie ist aus dunklem Basaltstein gebaut. Auf den Fotos kommt das leider nicht so gut rüber, aber im Original ist es sehr beeindruckend.

2016-08-23-17-36-06

Unsere Inseltour

Unsere Inseltour mit dem Cabrio fand in der Reihenfolge statt, wie ich die Orte aufgeführt habe. Wir haben fast den ganzen Tag gebraucht, um uns vom Süden in den Norden vorzukämpfen. Die Rückfahrt hat über die Autobahn abends ca. 40 Minuten gedauert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.