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Gran Canaria: Das ganze Jahr Sonne

Dieses Jahr war ich gleich zwei Mal auf Gran Canaria. Einmal im Winter, einmal im Sommer. Der Unterschied besteht nur bei den Temperaturen und bei der Anzahl der Besucher, doch dazu später mehr.

Der Winter war noch nie meine bevorzugte Jahreszeit. Deshalb versuche ich regelmäßig, zwischendurch mal ein paar Tage Sonne einzuschieben. Letztes Jahr ging es nach Abu Dhabi, dieses Jahr wurden es mal wieder die Kanaren. Schon vor zwei Jahren wollte ich mir zwei sonnige Arbeitswochen im Surf Office in Las Palmas machen, das scheiterte am Wetter. Wobei es damals im Süden schön gewesen sein soll, deshalb kam nur der Süden der Insel in Frage – man will ja nichts riskieren.

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Schon früher habe ich Weihnachten bei schönstem Wetter auf Gran Canaria verbracht – dieses Jahr ging es über die Karnevalstage auf die Insel. Bei angenehmen 22 bis 25 Grad tagsüber musste ich mir dann von anderen Reisenden anhören, dass die schönste Zeit mit bis zu 30 Grad eine Woche vorher gewesen sei. Macht nichts, auch in der ersten Februarwoche war es die meiste Zeit sonnig und sehr, sehr warm. Ideal für ein paar Tage am Pool, die bereits mit Frühstück in der Sonne begannen und mit Abendessen auf der Terrasse endeten. Abends war dann doch schon ein Pullover oder eine Strickjacke nötig, vor allem wenn es windig war. Im August konnten diese Kleidungsstücke getrost zu Hause bleiben. Tagsüber im Schnitt 30 Grad und nachts nie unter 20 Grad.

Das Rentnerparadies

Es gibt viele Vorurteile, die die Kanaren als Rentnerparadies beschreiben. Sie stimmen alle. Geschätzt kommen im Winter auf 100 Menschen über 60 einer, der jünger ist. Aber man kommt sich nicht in die Quere, gerade wenn man in einem großen Hotel ist. Im Sommer ist dagegen Familienzeit.

Das Hotel: Gran Hotel Costa Meloneras

Schon vor über zehn Jahren eröffnet, wurde das Hotel Costa Melorenas gut in Schuss gehalten. Jedenfalls hat man diesem riesigen 4*-Hotel (es gilt als eines der größten in Europa mit über 1.500 Zimmern) sein Alter nicht angemerkt. Zwischendurch wurde wohl regelmäßig der Pinsel geschwungen, die Gartenanlage ist mittlerweile ein bisschen dichter bewachsen. Zum Vergleich Fotos von 2004 und heute.

Das Hotel liegt am südlichsten Punkt der Insel am Strand von Maspalomas. Hier kann man sehr schön am Meer spazieren gehen, nur wenige Meter vom Hotel entfernt beginnt die Dünenlandschaft. Rund um das Hotel herum sind diverse Geschäfte, Supermärkte, Restaurants und Cafés – sollte jemand nicht satt geworden sein, was jedoch eigentlich nicht möglich war.

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Denn im Hotel gab es sehr gutes Essen im Rahmen der Halbpension. Jeden Morgen ein großes Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ: Sekt, verschiedene Säfte, zig Sorten Brot und Brötchen, frische Omeletts nach Wunsch, Früchte, Lachs, Wurst, Käse, Müslis und noch vieles mehr.

Abends waren in beiden Restaurants Themenbuffets angerichtet: Spanisch, Italienisch, Orientalisch usw. Dabei war das Grundangebot jedes Mal eine große Auswahl an angemachten Salaten, frischen Salaten, Brot, spanische Wurst und Käse, diverse Sorten Fleisch und Fisch, entsprechende Beilagen und zusätzlich frisch gebratene Fisch- oder Fleischstücke. Wer danach nicht satt war, hatte bei den Desserts noch die Wahl zwischen Süßspeisen, Kuchen, Eis, dem Schokobrunnen… Hungern war ausgeschlossen. Einziges Manko: In den beiden Buffetrestaurants kann es durch die vielen Menschen schon recht laut werden, auf den Terrassen der Restaurants sitzt es sich schöner und ruhiger. Jedoch kann es vorkommen, dass man draußen ein paar Minuten warten muss, bis ein Tisch frei wird.

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whirlpoolDas Hotel hat außerdem weitere à la carte-Restaurants, die wir aber nicht besucht haben. Meine persönlichen Highlights im Hotel sind – neben dem Essen – die Whirlpools mit Blick aufs Meer, der riesige Hauptpool, der ins Meer überzugehen scheint und der Blick von den beiden Türmen des Hotels.

In direkter Umgebung gibt es zwei weitere Hotels des gleichen Inhabers (Lopesan) mit 5*: Das Hotel Villa del Conde und das Baobab-Ressorts. In der Villa del Conde war ich vor ein paar Jahren auch schon mal, es ist wie das Costa Meloneras nur in wesentlich kleiner. Es wurde im Stil eines kleinen kanarischen Dorfes gebaut. Das Hauptgebäude sieht von außen aus wie eine Kirche. Drumherum gruppieren sich kleine zwei- bis dreistöckige Einheiten mit den Zimmern. Wem das Costa Meloneras zu groß ist, wird hier vermutlich glücklicher, zumal der Preisunterschied für eine Woche nur ca. 50 Euro betrug.

2016-01-31 10.45.39Das Baobab-Ressort ist afrikanisch inspiriert: Schon beim Betreten des Hotels wähnt man sich im Dschungel. Vom Band kommen die Geräusche wilder Tiere, eine Herde künstlicher Flamingos ist genauso zu finden wie Elefanten, Giraffen und anderes Getier. Dazu Bäume, die tagsüber aussehen, als stünden sie irgendwo vertrocknet in der Savanne und nachts umso intensiver leuchten und der Anlage das Feeling einer Safari-Lodge verleihen.

Für Internet-Junkies gilt: in allen drei Hotels ist das WLAN pro Gerät 30 Minuten kostenlos, außerdem gibt es in den Lobbys gratis WLANs, die aber vergleichsweise langsam sind. Die Preisgestaltung für die weitere WLAN-Nutzung habe ich auf meistensdigital gezeigt.

Hier noch ein bisschen kanarisches Meeresrauschen:

Meeresrauschen

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