Alle Artikel in: Zum Reisen

Internet im Hotel

Letztes Jahr wurde das EU-Roaming eingeführt, wurde auch Zeit. Man ist nun zumindest innerhalb der EU nicht mehr von WLAN-Hotspots abhängig, die sich gerade Hotels oft fürstlich entlohnen haben lassen. Generell habe ich mit Internetzugängen in Hotels schon einige Erfahrungen gemacht, bei denen ich mir denke: „Was soll das?“ Kostenloser Zugang – dafür quälend langsam Gerade in Hotelportalen bin ich dem „kostenlosen Zugang für unsere Gäste“ gegenüber sehr skeptisch. So war ich letztes Jahr im Intercity Hotel in Weimar und der kostenlose Zugang in einem Business-Zimmer(!) hatte eine Bandbreite von 256 Kilobit/s. Zum Vergleich: ein normaler DSL-Anschluss hat zwischen 16.000 und 50.000 Kilobit/s und selbst mit dem iPhone ist das Internet in der Regel wesentlich schneller. Nur war gerade das Business-Zimmer an einem Innenhof, den das Mobilnetz nur schlecht erreichte. Ich habe also jeden Tag ein paar Stunden in der Lobby gesessen und von da mit meinem iPhone eine Internetverbindung fürs Laptop hergestellt. Alle Tiere der Wüste versammeln sich In einem meiner Lieblingshotels auf Gran Canaria waren die Preise für den schnellen Internetzugang mit 14 …

Der letzte Tag der Kreuzfahrt

Eine erholsame Reise auf dem Schiff endet. Idealerweise kommt man am letzten Tag morgens in einem Hafen an, frühstückt noch in Ruhe und wird dann zum Flughafen gebracht, wo man in den Flieger nach Hause steigt. Jedoch passen Ankunftszeit des Schiffes bzw. die Zeit, zu der ich das Schiff verlassen muss, oft nicht zur Abflugzeit. Im schlimmsten Fall wird man dann vormittags an den Flughafen gebracht um spätabends nach Hause zu fliegen. Bei meiner Kreuzfahrt in Südostasien wäre der Transfer zum Flughafen um 11 Uhr morgens gewesen, der Rückflug aber erst nachts um 1 Uhr. So spannend sind Flughäfen dann doch nicht. Und wenn die Fluggesellschaft nicht ein paar mehr Flüge am Tag hat, kann man vielleicht noch nicht einmal einchecken, sondern muss stundenlang sein Gepäck bewachen oder es irgendwo lagern. Wobei man oft die Kabine schon zeitig verlassen muss, dann aber noch ein bisschen auf dem Schiff bleiben kann. Teilweise gegen Aufpreis, teilweise kostenlos. Natürlich kann man in der Zeit weiter essen und trinken und die anderen Einrichtungen des Schiffs nutzen. Umziehen und vielleicht noch …

Hotelzimmer, die in Erinnerung bleiben

Meine liebe Freundin Bettina hat zur Blogparade aufgerufen: Welche Zimmer sind Euch im Gedächtnis geblieben? Das sind auch bei mir so einige, mal weil sie schön waren, mal weil sie irgendwie komisch waren. Ich teile die Erfahrung, dass es im selben Hotel völlig unterschiedliche Zimmer gibt. So gibt es in meinem Lieblingshotel auf Gran Canaria, dem Costa Meloneras, wunderbar ruhige Zimmer zur Landseite. Als ich mal (gegen Aufpreis) ein Zimmer auf der „Meerseite“ gebucht hatte, war das direkt über der Terasse vom Restaurant, wo morgens früh schon lautstark das Frühstück vorbereitet wurde. Das Steigenberger Hotel in Bad Homburg Hier war ich in den letzten zehn Jahren öfter zu Gast. In den ersten Jahren einfach nur wegen der günstigen Arrangements. Das Hotel selbst hatte viel von seinem Glanz verloren (immerhin 5 Sterne), die Zimmer waren seelenlos und abgewohnt. Dann wurde einmal von oben bis unten durchrenoviert und seitdem ist es wieder eine Top-Adresse. Die Zimmer sind sehr aktuell designt (was vielleicht in ein paar Jahren wieder out ist) und ich fühle mich dort sehr wohl. Insbesondere …

Glücklicher auf langen Flügen

Lange Flüge sind mir ein Graus, aber ein notwendiges Übel wenn man die Welt entdecken will. Nach ein paar Jahren hat man da so seine Tricks, die ich heute mit Euch teile. Natürlich kann ich nicht garantieren, dass meine Tipps bei Euch wirken, aber einen Versuch sind sie vielleicht wert und freue mich in den Kommentaren auf weitere Anregungen. Gut gesessen ist halb gewonnen Gerade wenn man wie ich über 1,90 groß ist, sind Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit praktisch. Alles andere ist stundenlanges Verharren in unbequemen Positionen. Dabei machen für mich die Standard-Sitzabstände keinen Unterschied. Egal ob Ryanair oder Emirates – sie sind immer zu klein. Wenn es irgendwie machbar ist, kümmere ich mich daher schon bei der Buchung um eine Platzreservierung. Das lassen sich viele Airlines gut bezahlen und nehmen für Sitze mit mehr Beinfreiheit teilweise happige Aufschläge, aber je nach Flugdauer ist es mir das wert. Oft werden auch die Plätze am Notausgang gegen Aufpreis verkauft. Hier kann es jedoch passieren, dass man den Platz trotz Reservierung nicht erhält. Denn am Notausgang dürfen …

Tapas im Thalys

Neulich habe ich Freunde in Brüssel besucht. Von Köln aus braucht der Thalys ca. zwei Stunden. Für den Juli gab es Tickets ab 19 Euro für die zweite Klasse und 29 Euro für die erste Klasse. Also hab ich mir mal den Spaß der ersten Klasse gegönnt. Denn neben mehr Platz sollte es auch einen Snack und Getränke kostenlos geben. Und in der Tat: Der Zug war noch nicht aus Brüssel raus, da rollte schon wie im Flugzeug ein Trolley durch die Gänge, aus dem zum Abendessen kalte Tapas mit warmem Brot verteilt wurden. Die waren sehr lecker. Auch die Getränkeauswahl war gut. Neben diversen Softdrinks gab es Bier und Wein, nicht auf ein Glas beschränkt. Direkt danach gingen die freundlichen Herren noch mit Kaffee und Tee durch die Reihen. Jedoch waren sie nicht schnell genug mit dem Abräumen, sodass sich an den nächsten Bahnhöfen Zugestiegene auf Plätze setzen mussten, auf denen noch die Reste der Vorgänger zu finden waren (im Thalys gibt es automatisch eine Sitzplatzreservierung). WLAN über Grenzen hinweg Der Thalys hat wie …

Eisenbahn fahren macht in Holland mehr Spaß

Zum ersten Mal seit vielen Jahren war ich mit dem Zug in den Niederlanden unterwegs. Durch eine späte, blöde Verbindung, durfte ich fünf Mal umsteigen, um von Köln zum Flughafen nach Amsterdam zu fahren. Ja, das geht auch einfacher, aber es musste quasi sofort sein und da gab es nur noch diese Verbindung – oder welche mit noch mehr Umstiegen und zwischendurch Bussen… Der erste Zug der Niederländischen Eisenbahnen (NS) war noch ziemlich alt und heruntergekommen. Schlechte Sitze, es war laut und zugig. Aber es war ein Intercity. Das ließ mich für die weiteren Verbindungen nichts Gutes hoffen. Doch ich wurde positiv überrascht: Die nächsten beiden Intercitys waren sehr sauber, komfortabel, ruhig und hatten auch noch kostenloses WLAN. Zwar nicht besonders schnell, aber zuverlässig. Gleiches galt für die Umsteigebahnhöfe, wobei die Anschlüsse so gut aufeinander abgestimmt waren, dass ich da gar keine Zeit verbringen musste. Und man muss hier auch nicht erst seine Handynummer eingeben, um einen Code per SMS zu bekommen, den man dann wieder eintippen muss. Tolle Sache. Hinzu kamen sehr freundliche Schaffner. Alle fanden …

Nach der Kreuzfahrt kommen die Seebeine

Auf vielen Kreuzfahrtschiffen merkt man nur bei starkem Seegang überhaupt, dass man auf einem Schiff ist. Stabilisatoren im Rumpf sorgen für eine ruhige Lage und höchstens beim An- und Ablegen im Hafen merkt man die Vibrationen der Maschinen. Ich merke immer erst, dass ich auf Kreuzfahrt war, wenn sie wieder vorbei ist. Dann kommen nämlich die Seebeine (eigentlich ein seemänischer Fachbegriff, der die Fähigkeit beschreibt, trotz rauer See auf Deck zu gehen; die Verwendung in diesem Zusammenhang habe ich aber schon in diversen Kreuzfahrtforen gesehen). Sobald man wieder einige Zeit an Land ist (bei mir meistens nach ein bis zwei Tagen), wird einem beim Gehen minimal schwindlig und der Raum schaukelt ein bisschen. Der Gleichgewichtsinn hat sich wohl während der Kreuzfahrt daran gewöhnt, das Schaukeln auszugleichen und versucht das an Land weiterhin – nur, dass dann die Umgebung gar nicht mehr schaukelt. Bei der letzten Kreuzfahrt hatte ich diese Phase ob des nachgelagerten Aufenthalts in Barcelona, bei früheren dann zuhause. Witzigerweise spüre ich zuhause es am stärksten in der Küche. Vielleicht läuft unter ihr eine …

Die Bilanz zum Deutschland-Pass

Im Juli und August hatte ich für vier Wochen den Deutschland-Pass der Bahn. Und weil der Preisunterschied zur ersten Klasse nur 100 Euro betragen hat, habe ich mir die erste Klasse gegönnt. Davon habe ich mir unter anderem mehr freie Plätze versprochen (hat funktioniert), dadurch bedingt entspannteres Reisen und mehr Ruhe zum Arbeiten (hat funktioniert) und immer Getränke und Snacks für lau in den DB Lounges (hatte ich gar nicht genug Gelegenheit zu).

Kreuzfahrtkatastrophe: Das Schiff verpasst

Ich wollte noch ein Erlebnis schildern, das ich in der Karibik auf der Oasis hatte. Direkt vorweg:  Nein, nicht ich habe das Schiff verpasst. Es war im Hafen der Karibikinsel Sint Maarten/Saint-Martin. Die Abfahrt sollte um 17 Uhr sein. Die Abfahrtszeiten werden am Ausgang des Schiffes im Hafen immer groß angeschlagen und im Bordprogramm veröffentlicht, damit jeder weiß, wann er zurück zu sein hat. Jedenfalls fuhr das Schiff um 17 Uhr nicht ab. Ich stand auf dem Balkon und sah hinunter auf den Pier. Auf der anderen Seite lag ein weiteres Schiff, das eine spätere Abfahrtszeit hatte, denn dessen Passagiere spazierten noch gemütlich auf dem Pier zum Schiff. Bei uns waren bis auf eine alle Gangways eingefahren. Nach ca. einer halben Stunde wurde dann die letzte Gangway eingeholt, ohne dass noch jemand an Bord gegangen ist. Die Leinen wurden gelöst und die Oasis setzte sich in Bewegung. Als wir schon ein paar Meter vom Kai entfernt waren und das Wasser schon hinter dem Schiff aufschäumte, bemerkte ich in der schlendernen Menge auf dem Pier eine …