Alle Artikel in: Städte

Dublin – Guinness und Meer

Neulich erzählte mir ein Freund beim Bier, dass er im Sommer eine zweiwöchige Irland-Reise machen würde, am Anfang sei er ein paar Tage in Dublin. Der Zeitraum passte ganz gut in meinen Kalender und so buchte ich mir am nächsten Tag Flüge und am Mittwoch flogen wir gemeinsam nach Dublin. Direkt vorweg: So richtig vom Hocker gehauen hat mich Dublin jetzt nicht. Da gibt es wesentlich interessantere Städte. Dennoch war die Stadt mit Touristen überlaufen – vor allem Schüler und Studigruppen aus Spanien und Italien bevölkerten die Sehenswürdigkeiten. Davon gibt es einige, die zum größten Teil in der Innenstadt liegen, sodass man das sehr gut funktionierende Linienbusnetz gar nicht strapazieren muss. Viel sehen mit dem Dublin Pass Wie auch in vielen anderen Städten gibt es mit dem Dublin Pass eine Möglichkeit, mit einem Angebot möglichst viel zu sehen. Außerdem ist bereits der Transfer mit einem Express-Bus in die Stadt mit drin. Das Problem: Für den Transfer muss der Dublin Pass aktiviert werden. Wenn man einen Pass für mehrere Tage bucht, ist der erste Tag dann …

Stockholm unter blauem Himmel

Vor kurzem war ich in Stockholm. Dort fand dieses Jahr der Eurovision Song Contest statt und da ich diesem Event mit Freu(n)den schon ein paar Jahre hinterher reise, stand dieses Jahr die schwedische Hauptstadt als Ziel fest. Wir hatten Glück und vier Tage strahlend blauen Himmel und Wolken nur am Abreisetag. Gute Voraussetzungen für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Die Stadt selbst Stockholm wirkt nicht wie eine Millionenstadt, die sie faktisch ist. Es gibt kaum Hochhäuser, die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und es gibt sehr viel Wasser überall und zwischendurch viel Grün. Das Meer ist nah und vor der Stadt liegen unzählige kleine Inseln, die Schären. Bei tollem Wetter ist jeder Blick auf die Stadt toll, bei schlechtem Wetter…naja. Zum Glück gibt es genug Drinnen-Aktivitäten, doch mehr dazu später. Schweden ist leider nicht dem Euro beigetreten, daher muss man sich Schwedische Kronen besorgen. Oder einfach alles mit Karte zahlen, was in Stockholm kein Problem ist. Im Gegenteil: das ABBA-Museum beispielsweise nimmt überhaupt kein Bargeld an. Der Kurs ist ungefähr 9 Kronen = 1 Euro. Der …

Das perfekte Winterziel: die Emirate

Ich mag keinen Winter. Deshalb zieht es mich regelmäßig in die Sonne. Meistens um Karneval, denn hier in Köln wird man dann nicht vermisst. Während ich früher im Winter öfter auf den Kanaren war, ist mir das Wetter da mittlerweile zu unsicher. Letztes Jahr im Februar habe ich gefroren und habe dort in zwei Wochen einmal die Sonne gesehen. Deshalb ging es dieses Jahr über Karneval wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Abu Dhabi. In den letzten Jahren war ich mehr mehrfach in den VAE und habe dort u.a. vier Kreuzfahrten gemacht. Dieses Mal habe ich mich für einen „klassischen“ Hotelurlaub entschieden. Abu Dhabi wurde es mehr oder weniger aus der Not heraus, weil es nach Dubai keine freien oder günstigen Flüge mehr gab. So also Last-Minute mit Etihad Airways in die Hauptstadt der VAE. Nach dem problemlosen Hinflug wartete eine leider sehr lange Schlange an der Passkontrolle auf uns. Insgesamt dauerte es eine Stunde, bis der Stempel im Pass war. Zum einen waren nur wenige Schalter besetzt. Das vermutlich an der …

Vabali in Berlin – mein neues Lieblings-Spa

Letztes Wochenende war ich wieder mal in Berlin und mehr oder weniger zufällig bin ich im Netz auf Vabali gestoßen. Vabali ist eine Saunalandschaft mit ein paar Saunen und Dampfbädern mitten in Berlin (wenige Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt). An einem regnerisch-trüben Herbsttag wie dem letzten Samstag war das der perfekte Ort, denn es war tagsüber ziemlich leer. Erst am späten Nachmittag wurde es für ein paar Stunden etwas voller, ab 22 Uhr war es dann wieder leer. Die Tageskarte kostet am Wochenende 30,50 Euro, unter der Woche 28,50 Euro. Anders als mein Haus-Spa, das Mediterana in Bensberg bei Köln, ist hier alles in einem einheitlichen Stil gehalten, der von Bali inspiriert sein soll. Da ich noch nie auf Bali war, kann ich das jetzt nicht beurteilen, aber es war wirklich schön. In einer Sauna-Landschaft darf man natürlich nicht fotografieren, weshalb ich mich auf die Bilder vom Eingangsbereich beschränken musste. Leider gibt es auf der Homepage auch noch nicht sehr viele, dafür bei Facebook. Post by Vabali spa Berlin. Jedenfalls ist die ganze Anlage …

Die Oasis-Kreuzfahrt und Barcelona – Teil 2

Ich war schon zwei Mal vor dieser Reise in Barcelona. Das erste Mal bei meiner ersten Kreuzfahrt. Das Schiff lag nur den halben Tag im Hafen und es blieb nur Zeit für eine halbe Runde mit dem Sightseeing-Bus durch die Stadt, die wir damals mittendrin abbrechen mussten, um rechtzeitig auf dem Schiff zu sein. Beim zweiten Mal waren es schon vier Tage, in denen es fast nur geregnet hat. Nachdem die Kreuzfahrt nur sechs Tage lang war, wurde noch schnell ein Hotel für zwei Nächte in Barcelona gebucht. In Barcelona gibt es viel zu sehen. Allem voran natürlich die Bauwerke von Antonio Gaudi: die Sagrada Familia, der Park Güell und noch diverse Stadthäuser. Man kann aber auch ganz entspannt das Flair genießen. Menschenmassen ohne Ende, insbesondere auf der Rambla, die vom Herz der Stadt, der Placa de Catalunya, bis zum Hafen führt und sich als Rambla del Mar am Wasser fortsetzt. Wir waren in den zwei Tagen eigentlich nur im Park Güell und ansonsten haben wir es uns gut gehen lassen. Das Hotel H10 Art …

Leibzsch

Oder auch Leipzig, wie man auf Hochdeutsch sagt. Es war mein erster Besuch in der sächsischen Metropole. Ich hatte schon lange eine Einladung, die ich mit dem Deutschland-Pass auf dem Rückweg von Berlin endlich wahrnehmen wollte. Angekommen in einem der größten Bahnhöfe Europas, der mittlerweile wie fast alle großen Bahnhöfe einem Einkaufszentrum gleicht und bei dem die Züge nur noch Nebensache sind, wartete ich auf meine Gastgeberin. Währenddessen ging draußen die Welt unter und ich sah Leipzig zunächst im Regen versinken. Weil wir dann erst in die Stadt wollten, plante ich meinen Koffer in einem Schließfach am Bahnhof zu lassen. Tja, das war nicht ganz so einfach. Obwohl mein Koffer nicht übermäßig groß war, passte er in kein Schließfach. Erst nach einer Viertelstunde weitere Schließfächer suchen und ausprobieren, ob der Koffer passt, hatten wir eins gefunden, in das ich ihn mit Mühe und Not reinquetschen konnte. Das hatte jedoch auch einen Vorteil: Der Regen hatte mittlerweile wieder nachgelassen, sodass die Stadtführung beginnen konnte. Seit der Wende ist in Leipzig im Prinzip alles saniert und/oder neugebaut worden. …

Berlin – neue Sehenswürdigkeiten

In Berlin war ich schon sehr oft, beruflich und privat. Alle typischen Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Mahnmal usw. kenne ich schon. Bei diesem Besuch wollte ich mich mal den neuen Attraktionen widmen, die in den letzten Jahren dazu gekommen sind und die ich noch nicht kannte, in erster Linie das Tempelhofer Feld und dann noch ein paar neue Shopping-Attraktionen. Der Ex-Flughafen Bei Flughafen und Berlin denkt wohl jeder an Schönefeld, den Flughafen, der niemals fertig wird. Im Internet kursieren ja viele Sprüche dazu. Einer meiner Lieblingssprüche: „Wäre es nicht einfacher, Berlin abzureißen und neben einem funktionierenden Flughafen wieder aufzubauen?“ Soweit muss man nicht gehen, solange Tegel noch funktioniert. Vor allem weil Tegel sehr nah an der Innenstadt liegt. Vom neuen Flughafen aus wäre man wesentlich länger in die Stadt unterwegs. Mitten in der Stadt liegt das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Tempelhof war bei der Belagerung West-Berlins wichtig als Endpunkt der Berliner Luftbrücke. Später wurden hier bis vor ein paar Jahren vor allem Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands und Europas abgefertigt. Seit ein paar Jahren ist …

Der Norden Deutschlands

Nach ein paar Tagestouren stand nun die erste mehrtägige Tour mit meinem Deutschland-Pass an. Es ging in den Norden, Hauptziel Hamburg. Stade und das Alte Land Im Studium hatte ich mein Praxissemester in Stade gemacht, was vor den Toren Hamburgs liegt. Weil ich dort seitdem gute Freunde habe, führte mich die Reise zunächst dorthin. Die ehemalige Hansestadt an der Elbe hat eine bewegte Geschichte und war irgendwann sogar unter schwedischer Herrschaft. Die Altstadt mit den Plätzen Pferdemarkt und Fischmarkt ist sehr schön. Am Fischmarkt befand sich einer der ersten Häfen Stades. Heute würde niemand auf die Idee kommen, dass das mal ein bedeutender Handelshafen war. Das Hafenbecken, das über einen kleinen Kanal mit der Elbe verbunden ist (die Schwinge), ist winzig. Aber damals mussten auch noch keine Container bewegt werden. Rund um den Fischmarkt finden sich viele gute Restaurants. Wie gesagt, die Altstadt ist sehr schön. Es gibt restaurierte Fachwerkhäuser, nette kleine Läden, aber auch Weltstädtisches wie H&M. Leider ist Stade oft nur negativ in den Medien: Vor dem dortigen Landgericht sind in den letzten …