Autor: Timo

Stockholm unter blauem Himmel

Vor kurzem war ich in Stockholm. Dort fand dieses Jahr der Eurovision Song Contest statt und da ich diesem Event mit Freu(n)den schon ein paar Jahre hinterher reise, stand dieses Jahr die schwedische Hauptstadt als Ziel fest. Wir hatten Glück und vier Tage strahlend blauen Himmel und Wolken nur am Abreisetag. Gute Voraussetzungen für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Die Stadt selbst Stockholm wirkt nicht wie eine Millionenstadt, die sie faktisch ist. Es gibt kaum Hochhäuser, die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und es gibt sehr viel Wasser überall und zwischendurch viel Grün. Das Meer ist nah und vor der Stadt liegen unzählige kleine Inseln, die Schären. Bei tollem Wetter ist jeder Blick auf die Stadt toll, bei schlechtem Wetter…naja. Zum Glück gibt es genug Drinnen-Aktivitäten, doch mehr dazu später. Schweden ist leider nicht dem Euro beigetreten, daher muss man sich Schwedische Kronen besorgen. Oder einfach alles mit Karte zahlen, was in Stockholm kein Problem ist. Im Gegenteil: das ABBA-Museum beispielsweise nimmt überhaupt kein Bargeld an. Der Kurs ist ungefähr 9 Kronen = 1 Euro. Der …

Eisenbahn fahren macht in Holland mehr Spaß

Zum ersten Mal seit vielen Jahren war ich mit dem Zug in den Niederlanden unterwegs. Durch eine späte, blöde Verbindung, durfte ich fünf Mal umsteigen, um von Köln zum Flughafen nach Amsterdam zu fahren. Ja, das geht auch einfacher, aber es musste quasi sofort sein und da gab es nur noch diese Verbindung – oder welche mit noch mehr Umstiegen und zwischendurch Bussen… Der erste Zug der Niederländischen Eisenbahnen (NS) war noch ziemlich alt und heruntergekommen. Schlechte Sitze, es war laut und zugig. Aber es war ein Intercity. Das ließ mich für die weiteren Verbindungen nichts Gutes hoffen. Doch ich wurde positiv überrascht: Die nächsten beiden Intercitys waren sehr sauber, komfortabel, ruhig und hatten auch noch kostenloses WLAN. Zwar nicht besonders schnell, aber zuverlässig. Gleiches galt für die Umsteigebahnhöfe, wobei die Anschlüsse so gut aufeinander abgestimmt waren, dass ich da gar keine Zeit verbringen musste. Und man muss hier auch nicht erst seine Handynummer eingeben, um einen Code per SMS zu bekommen, den man dann wieder eintippen muss. Tolle Sache. Hinzu kamen sehr freundliche Schaffner. Alle fanden …

Das perfekte Winterziel: die Emirate

Ich mag keinen Winter. Deshalb zieht es mich regelmäßig in die Sonne. Meistens um Karneval, denn hier in Köln wird man dann nicht vermisst. Während ich früher im Winter öfter auf den Kanaren war, ist mir das Wetter da mittlerweile zu unsicher. Letztes Jahr im Februar habe ich gefroren und habe dort in zwei Wochen einmal die Sonne gesehen. Deshalb ging es dieses Jahr über Karneval wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Abu Dhabi. In den letzten Jahren war ich mehr mehrfach in den VAE und habe dort u.a. vier Kreuzfahrten gemacht. Dieses Mal habe ich mich für einen „klassischen“ Hotelurlaub entschieden. Abu Dhabi wurde es mehr oder weniger aus der Not heraus, weil es nach Dubai keine freien oder günstigen Flüge mehr gab. So also Last-Minute mit Etihad Airways in die Hauptstadt der VAE. Nach dem problemlosen Hinflug wartete eine leider sehr lange Schlange an der Passkontrolle auf uns. Insgesamt dauerte es eine Stunde, bis der Stempel im Pass war. Zum einen waren nur wenige Schalter besetzt. Das vermutlich an der …

Mit der AIDA durch den Orient

Meine zweite Kreuzfahrt führte mit der AIDADiva von Dubai aus durch den persischen Golf. Sie war das komplette Gegenteil der ersten Kreuzfahrt. Die AIDA konnte mich in allen Punkten überzeugen: Das Essen war bombastisch, das Essen war bombastisch und außerdem war das Essen bombastisch. Und es gab keine Italiener, jedenfalls nicht so wie auf der ersten Kreuzfahrt. Da das Konzept von AIDA dem eines Ferienclubs entspricht, waren alle ziemlich locker, sympathisch und gut drauf. Hab ich schon erwähnt, dass das Essen bombastisch war? Sowohl die Auswahl als auch die Qualität der Speisen hat mich nachhaltig beeindruckt wie man sicherlich merkt. Empfehlung für diese AIDA (und auch die anderen) ist das Marktrestaurant, das jeden Abend kurz nach der Öffnung schon wieder wegen Überfüllung geschlossen wurde. Da gab es alles, optisch sehr ansprechend aufbereitet und lecker. Auch sonst hatte das Schiff einiges zu bieten, obwohl das Freizeitangebot dann nicht an Oasis und Co. ran reicht. Es gibt ebenfalls einen Fitnessstudio mit Blick aufs Meer und vor allem eine Sauna mit Glasfront. Nun war es vielleicht etwas ungewöhnlich, …

Rückblick auf meine erste Kreuzfahrt

Nach meiner ersten Kreuzfahrt hätte ich gar nicht vermutet, dass ich irgendwann Spaß daran haben werde. Denn meine erste Kreuzfahrt war auch bislang meine schlechteste. Das hatte mehrere Gründe. Und trotzdem sind seitdem noch neun weitere Kreuzfahrten dazugekommen, wie erst kürzlich mit der Oasis. Warum war die erste Kreuzfahrt so schlecht? Es war wohl wie so oft eine Kombination aus vielen Faktoren. Erstens war die Reisezeit sehr ungünstig. Es war Anfang August, Hochsommer, Ferien in ganz Europa. Das Schiff war die MSC Splendida und fest in italienischer Hand. Das Schiff gehört zu den größten Kreuzfahrtschiffen überhaupt, zwar nicht so groß wie die Oasis, aber immer noch mit mehr als 3000 Passagieren riesig (für mich damals jedenfalls). Von diesen 3000 Passagieren waren geschätzte 2900 Italiener (natürlich waren es weniger, aber Italiener sind laut für zwei). Und weil auch in Italien  Sommerferien waren, war das Schiff fest Inhalt von Familien mit vielen Kindern. Lauten Kindern. Sehr lauten Kindern. Anders als in Deutschland werden die aber nicht abends ins Bett gepackt, sondern toben ganzen Abend übers Schiff. Wir …

Vabali in Berlin – mein neues Lieblings-Spa

Letztes Wochenende war ich wieder mal in Berlin und mehr oder weniger zufällig bin ich im Netz auf Vabali gestoßen. Vabali ist eine Saunalandschaft mit ein paar Saunen und Dampfbädern mitten in Berlin (wenige Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt). An einem regnerisch-trüben Herbsttag wie dem letzten Samstag war das der perfekte Ort, denn es war tagsüber ziemlich leer. Erst am späten Nachmittag wurde es für ein paar Stunden etwas voller, ab 22 Uhr war es dann wieder leer. Die Tageskarte kostet am Wochenende 30,50 Euro, unter der Woche 28,50 Euro. Anders als mein Haus-Spa, das Mediterana in Bensberg bei Köln, ist hier alles in einem einheitlichen Stil gehalten, der von Bali inspiriert sein soll. Da ich noch nie auf Bali war, kann ich das jetzt nicht beurteilen, aber es war wirklich schön. In einer Sauna-Landschaft darf man natürlich nicht fotografieren, weshalb ich mich auf die Bilder vom Eingangsbereich beschränken musste. Leider gibt es auf der Homepage auch noch nicht sehr viele, dafür bei Facebook. Post by Vabali spa Berlin. Jedenfalls ist die ganze Anlage …

Nach der Kreuzfahrt kommen die Seebeine

Auf vielen Kreuzfahrtschiffen merkt man nur bei starkem Seegang überhaupt, dass man auf einem Schiff ist. Stabilisatoren im Rumpf sorgen für eine ruhige Lage und höchstens beim An- und Ablegen im Hafen merkt man die Vibrationen der Maschinen. Ich merke immer erst, dass ich auf Kreuzfahrt war, wenn sie wieder vorbei ist. Dann kommen nämlich die Seebeine (eigentlich ein seemänischer Fachbegriff, der die Fähigkeit beschreibt, trotz rauer See auf Deck zu gehen; die Verwendung in diesem Zusammenhang habe ich aber schon in diversen Kreuzfahrtforen gesehen). Sobald man wieder einige Zeit an Land ist (bei mir meistens nach ein bis zwei Tagen), wird einem beim Gehen minimal schwindlig und der Raum schaukelt ein bisschen. Der Gleichgewichtsinn hat sich wohl während der Kreuzfahrt daran gewöhnt, das Schaukeln auszugleichen und versucht das an Land weiterhin – nur, dass dann die Umgebung gar nicht mehr schaukelt. Bei der letzten Kreuzfahrt hatte ich diese Phase ob des nachgelagerten Aufenthalts in Barcelona, bei früheren dann zuhause. Witzigerweise spüre ich zuhause es am stärksten in der Küche. Vielleicht läuft unter ihr eine …

Die Oasis-Kreuzfahrt und Barcelona – Teil 1

Letzte Woche war endlich Urlaub. Ich bin zwar viel unterwegs, das hat aber oft wenig mit Urlaub zu tun, weil meistens der Laptop dabei ist und unterwegs gearbeitet wird. Ich gebe aber zu, dass es sich weniger nach Urlaub anfühlt, wenn man irgendwo am Meer in einem Café in der Sonne arbeitet. Der richtige Urlaub ist ohne Laptop und das iPhone wird nur genutzt, um Fotos zu machen. Dieser Urlaub war nun an der Reihe. Die Kreuzfahrt mit der Oasis Of The Seas Mit diesem netten Schiff war ich ja schon mal in der Karibik unterwegs (da gibt’s dann auch mehr Bilder vom Schiff selbst). Weil ich von dieser Reise so begeistert war, freute ich mich umso mehr, nochmal mit der Oasis zu fahren. Praktischerweise ist sie gerade in Europa und so ging es mit dem Flieger nach Barcelona zur Einschiffung. In den letzten Jahren hat sich auf der Oasis kaum etwas verändert. Der Rumpf ist zwischendurch mal neu angestrichen worden und ist jetzt hellblau. Die einzige sonstige wahrnehmbare Veränderung war der Starbucks auf der Royal …

Die Oasis-Kreuzfahrt und Barcelona – Teil 2

Ich war schon zwei Mal vor dieser Reise in Barcelona. Das erste Mal bei meiner ersten Kreuzfahrt. Das Schiff lag nur den halben Tag im Hafen und es blieb nur Zeit für eine halbe Runde mit dem Sightseeing-Bus durch die Stadt, die wir damals mittendrin abbrechen mussten, um rechtzeitig auf dem Schiff zu sein. Beim zweiten Mal waren es schon vier Tage, in denen es fast nur geregnet hat. Nachdem die Kreuzfahrt nur sechs Tage lang war, wurde noch schnell ein Hotel für zwei Nächte in Barcelona gebucht. In Barcelona gibt es viel zu sehen. Allem voran natürlich die Bauwerke von Antonio Gaudi: die Sagrada Familia, der Park Güell und noch diverse Stadthäuser. Man kann aber auch ganz entspannt das Flair genießen. Menschenmassen ohne Ende, insbesondere auf der Rambla, die vom Herz der Stadt, der Placa de Catalunya, bis zum Hafen führt und sich als Rambla del Mar am Wasser fortsetzt. Wir waren in den zwei Tagen eigentlich nur im Park Güell und ansonsten haben wir es uns gut gehen lassen. Das Hotel H10 Art …