Autor: Timo

Gran Canaria – mehr als nur Strand

Die Insel hat mehr zu bieten als nur in der Sonne zu brutzeln, wobei mir persönlich das sogar ausreicht. Gran Canaria hat sehr vielfältige Landschaften. Neben den Dünen mit dem beinahe Wüstenklima erhebt sich der höchste Punkt der Insel auf knapp 2.000 Meter. Das Ganze auf in Luftlinie gerade mal 50 Kilometer. Rumkommen Die Infrastruktur auf Gran Canaria ist hervorragend. Es gibt eine Autobahn die in einem Halbkreis die Insel einmal entlang der Ostküste umfährt. An ihr liegen Las Palmas, der Flughafen und sämtliche touristisch wichtigen Orte im Süden. In den letzten Jahren wurde sie vorallem im Süden mit Hilfe dutzender Tunnel bis nach Puerto de Mogan verlängert, das vorher nur über die kurvenreiche Küstenstraße erreichbar war. Wer es gemütlich mag und die Aussicht genießen möchte, nimmt natürlich weiterhin die Küstenstraße. Gerade in den Touristenorten findet sich ein Mietwagenverleih neben dem nächsten. Der Preisvergleich lohnt sich. Wir haben für einen Renault Megane Cabrio inkl. Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung für drei Tage 120 Euro bezahlt. Andere Anbieter wollten mehr als das Doppelte. Wer selber ins Innere der …

Stockholm unter blauem Himmel

Vor kurzem war ich in Stockholm. Dort fand dieses Jahr der Eurovision Song Contest statt und da ich diesem Event mit Freu(n)den schon ein paar Jahre hinterher reise, stand dieses Jahr die schwedische Hauptstadt als Ziel fest. Wir hatten Glück und vier Tage strahlend blauen Himmel und Wolken nur am Abreisetag. Gute Voraussetzungen für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Die Stadt selbst Stockholm wirkt nicht wie eine Millionenstadt, die sie faktisch ist. Es gibt kaum Hochhäuser, die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und es gibt sehr viel Wasser überall und zwischendurch viel Grün. Das Meer ist nah und vor der Stadt liegen unzählige kleine Inseln, die Schären. Bei tollem Wetter ist jeder Blick auf die Stadt toll, bei schlechtem Wetter…naja. Zum Glück gibt es genug Drinnen-Aktivitäten, doch mehr dazu später. Schweden ist leider nicht dem Euro beigetreten, daher muss man sich Schwedische Kronen besorgen. Oder einfach alles mit Karte zahlen, was in Stockholm kein Problem ist. Im Gegenteil: das ABBA-Museum beispielsweise nimmt überhaupt kein Bargeld an. Der Kurs ist ungefähr 9 Kronen = 1 Euro. Der …

Eisenbahn fahren macht in Holland mehr Spaß

Zum ersten Mal seit vielen Jahren war ich mit dem Zug in den Niederlanden unterwegs. Durch eine späte, blöde Verbindung, durfte ich fünf Mal umsteigen, um von Köln zum Flughafen nach Amsterdam zu fahren. Ja, das geht auch einfacher, aber es musste quasi sofort sein und da gab es nur noch diese Verbindung – oder welche mit noch mehr Umstiegen und zwischendurch Bussen… Der erste Zug der Niederländischen Eisenbahnen (NS) war noch ziemlich alt und heruntergekommen. Schlechte Sitze, es war laut und zugig. Aber es war ein Intercity. Das ließ mich für die weiteren Verbindungen nichts Gutes hoffen. Doch ich wurde positiv überrascht: Die nächsten beiden Intercitys waren sehr sauber, komfortabel, ruhig und hatten auch noch kostenloses WLAN. Zwar nicht besonders schnell, aber zuverlässig. Gleiches galt für die Umsteigebahnhöfe, wobei die Anschlüsse so gut aufeinander abgestimmt waren, dass ich da gar keine Zeit verbringen musste. Und man muss hier auch nicht erst seine Handynummer eingeben, um einen Code per SMS zu bekommen, den man dann wieder eintippen muss. Tolle Sache. Hinzu kamen sehr freundliche Schaffner. Alle fanden …

Das perfekte Winterziel: die Emirate

Ich mag keinen Winter. Deshalb zieht es mich regelmäßig in die Sonne. Meistens um Karneval, denn hier in Köln wird man dann nicht vermisst. Während ich früher im Winter öfter auf den Kanaren war, ist mir das Wetter da mittlerweile zu unsicher. Letztes Jahr im Februar habe ich gefroren und habe dort in zwei Wochen einmal die Sonne gesehen. Deshalb ging es dieses Jahr über Karneval wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Abu Dhabi. In den letzten Jahren war ich mehr mehrfach in den VAE und habe dort u.a. vier Kreuzfahrten gemacht. Dieses Mal habe ich mich für einen „klassischen“ Hotelurlaub entschieden. Abu Dhabi wurde es mehr oder weniger aus der Not heraus, weil es nach Dubai keine freien oder günstigen Flüge mehr gab. So also Last-Minute mit Etihad Airways in die Hauptstadt der VAE. Nach dem problemlosen Hinflug wartete eine leider sehr lange Schlange an der Passkontrolle auf uns. Insgesamt dauerte es eine Stunde, bis der Stempel im Pass war. Zum einen waren nur wenige Schalter besetzt. Das vermutlich an der …

Mit der AIDA durch den Orient

Meine zweite Kreuzfahrt führte mit der AIDADiva von Dubai aus durch den persischen Golf. Sie war das komplette Gegenteil der ersten Kreuzfahrt. Die AIDA konnte mich in allen Punkten überzeugen: Das Essen war bombastisch, das Essen war bombastisch und außerdem war das Essen bombastisch. Und es gab keine Italiener, jedenfalls nicht so wie auf der ersten Kreuzfahrt. Da das Konzept von AIDA dem eines Ferienclubs entspricht, waren alle ziemlich locker, sympathisch und gut drauf. Hab ich schon erwähnt, dass das Essen bombastisch war? Sowohl die Auswahl als auch die Qualität der Speisen hat mich nachhaltig beeindruckt wie man sicherlich merkt. Empfehlung für diese AIDA (und auch die anderen) ist das Marktrestaurant, das jeden Abend kurz nach der Öffnung schon wieder wegen Überfüllung geschlossen wurde. Da gab es alles, optisch sehr ansprechend aufbereitet und lecker. Auch sonst hatte das Schiff einiges zu bieten, obwohl das Freizeitangebot dann nicht an Oasis und Co. ran reicht. Es gibt ebenfalls einen Fitnessstudio mit Blick aufs Meer und vor allem eine Sauna mit Glasfront. Nun war es vielleicht etwas ungewöhnlich, …

Rückblick auf meine erste Kreuzfahrt

Nach meiner ersten Kreuzfahrt hätte ich gar nicht vermutet, dass ich irgendwann Spaß daran haben werde. Denn meine erste Kreuzfahrt war auch bislang meine schlechteste. Das hatte mehrere Gründe. Und trotzdem sind seitdem noch neun weitere Kreuzfahrten dazugekommen, wie erst kürzlich mit der Oasis. Warum war die erste Kreuzfahrt so schlecht? Es war wohl wie so oft eine Kombination aus vielen Faktoren. Erstens war die Reisezeit sehr ungünstig. Es war Anfang August, Hochsommer, Ferien in ganz Europa. Das Schiff war die MSC Splendida und fest in italienischer Hand. Das Schiff gehört zu den größten Kreuzfahrtschiffen überhaupt, zwar nicht so groß wie die Oasis, aber immer noch mit mehr als 3000 Passagieren riesig (für mich damals jedenfalls). Von diesen 3000 Passagieren waren geschätzte 2900 Italiener (natürlich waren es weniger, aber Italiener sind laut für zwei). Und weil auch in Italien  Sommerferien waren, war das Schiff fest Inhalt von Familien mit vielen Kindern. Lauten Kindern. Sehr lauten Kindern. Anders als in Deutschland werden die aber nicht abends ins Bett gepackt, sondern toben ganzen Abend übers Schiff. Wir …