Autor: Timo

Dampfloks und Überschallflugzeuge im Technikmuseum

Im ersten Moment könnte man denken, man sei in der Nähe eines Flughafens. Denn sobald die Autobahn eine kleine Biegung gemacht hat, sieht man am Horizont ein Flugzeug knapp über dem Boden. Erst beim zweiten Blick stellt man fest, dass es sich dabei um ein aufgebocktes Flugzeug handelt – und dann noch so ein großes und dann sieht man noch ein paar kleinere… Denn direkt an der A6 zwischen Heidelberg und Heilbronn liegt das Technikmuseum Sinsheim. Neben vielen Autos, Zweirädern und jede Menge anderer Fortbewegungsmittel sind hier zwei Flugzeugtypen ausgestellt, die für eine ganz besondere Epoche der zivilen Luftfahrt standen: das Überschallzeitalter. Direkt hintereinander auf dem Dach des Museums sind hier die beiden einzigen Passagierjettypen ausgestellt, die im Liniendienst mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs waren. Die westliche Concorde, eine britisch-französische Co-Produktion, und die sowjetische Tupolew Tu-144. Beide Maschinen sehen sich ziemlich ähnlich, was wohl daran lag, dass die Tu-144 entworfen wurde, um die geplante Condorde des Klassenfeinds zu übertrumpfen. Beide Maschinen können in Sinsheim besichtigt werden. Für mich waren sie das absolute Highlight des Besuchs. Auch sonst …

Tapas im Thalys

Neulich habe ich Freunde in Brüssel besucht. Von Köln aus braucht der Thalys ca. zwei Stunden. Für den Juli gab es Tickets ab 19 Euro für die zweite Klasse und 29 Euro für die erste Klasse. Also hab ich mir mal den Spaß der ersten Klasse gegönnt. Denn neben mehr Platz sollte es auch einen Snack und Getränke kostenlos geben. Und in der Tat: Der Zug war noch nicht aus Brüssel raus, da rollte schon wie im Flugzeug ein Trolley durch die Gänge, aus dem zum Abendessen kalte Tapas mit warmem Brot verteilt wurden. Die waren sehr lecker. Auch die Getränkeauswahl war gut. Neben diversen Softdrinks gab es Bier und Wein, nicht auf ein Glas beschränkt. Direkt danach gingen die freundlichen Herren noch mit Kaffee und Tee durch die Reihen. Jedoch waren sie nicht schnell genug mit dem Abräumen, sodass sich an den nächsten Bahnhöfen Zugestiegene auf Plätze setzen mussten, auf denen noch die Reste der Vorgänger zu finden waren (im Thalys gibt es automatisch eine Sitzplatzreservierung). WLAN über Grenzen hinweg Der Thalys hat wie …

Dublin – Guinness und Meer

Neulich erzählte mir ein Freund beim Bier, dass er im Sommer eine zweiwöchige Irland-Reise machen würde, am Anfang sei er ein paar Tage in Dublin. Der Zeitraum passte ganz gut in meinen Kalender und so buchte ich mir am nächsten Tag Flüge und am Mittwoch flogen wir gemeinsam nach Dublin. Direkt vorweg: So richtig vom Hocker gehauen hat mich Dublin jetzt nicht. Da gibt es wesentlich interessantere Städte. Dennoch war die Stadt mit Touristen überlaufen – vor allem Schüler und Studigruppen aus Spanien und Italien bevölkerten die Sehenswürdigkeiten. Davon gibt es einige, die zum größten Teil in der Innenstadt liegen, sodass man das sehr gut funktionierende Linienbusnetz gar nicht strapazieren muss. Viel sehen mit dem Dublin Pass Wie auch in vielen anderen Städten gibt es mit dem Dublin Pass eine Möglichkeit, mit einem Angebot möglichst viel zu sehen. Außerdem ist bereits der Transfer mit einem Express-Bus in die Stadt mit drin. Das Problem: Für den Transfer muss der Dublin Pass aktiviert werden. Wenn man einen Pass für mehrere Tage bucht, ist der erste Tag dann …

Das Vabali jetzt auch in Düsseldorf

Ich hatte ja schon über mein Lieblingsspa, das Vabali in Berlin, geschrieben. Irgendwann letztes Jahr entdeckte ich zufällig den Hinweis, dass dieses Jahr ein Vabali-Ableger in Düsseldorf eröffnen sollte. Meine Vorfreude war groß und im Februar war die Eröffnung. Kurz danach habe ich es gleich getestet, schließlich ist die Anreise nun deutlich kürzer. Direkt vorweg: Die Anlage in Düsseldorf steht dem Original in nichts nach – im Gegenteil: Während es in Berlin ziemlich zentral mitten in der Stadt liegt, befinden wir uns in Düsseldorf an einem See, dem Elbsee. Entsprechend geht der Blick aus vielen Saunen auch auf den See. Mein Höhepunkt ist die Seesauna, eben direkt am Wasser mit einem tollen Blick auf den See durch große Glasscheiben. Kleiner Nachteil: Man muss wie auch zu einigen anderen Saunen aus dem Gebäude raus, um dorthin zu gelangen. Bei strömendem Regen wie bei meinem Besuch Anfang März suboptimal…Dafür hat man sich so nach dem Saunagang das kalte Abduschen gespart. Im Gebäude selbst ist noch versteckt im Obergeschoss die Panoramasauna, die den gleichen Ausblick bietet. Auch sonst …

Gran Canaria – mehr als nur Strand

Die Insel hat mehr zu bieten als nur in der Sonne zu brutzeln, wobei mir persönlich das sogar ausreicht. Gran Canaria hat sehr vielfältige Landschaften. Neben den Dünen mit dem beinahe Wüstenklima erhebt sich der höchste Punkt der Insel auf knapp 2.000 Meter. Das Ganze auf in Luftlinie gerade mal 50 Kilometer. Rumkommen Die Infrastruktur auf Gran Canaria ist hervorragend. Es gibt eine Autobahn die in einem Halbkreis die Insel einmal entlang der Ostküste umfährt. An ihr liegen Las Palmas, der Flughafen und sämtliche touristisch wichtigen Orte im Süden. In den letzten Jahren wurde sie vorallem im Süden mit Hilfe dutzender Tunnel bis nach Puerto de Mogan verlängert, das vorher nur über die kurvenreiche Küstenstraße erreichbar war. Wer es gemütlich mag und die Aussicht genießen möchte, nimmt natürlich weiterhin die Küstenstraße. Gerade in den Touristenorten findet sich ein Mietwagenverleih neben dem nächsten. Der Preisvergleich lohnt sich. Wir haben für einen Renault Megane Cabrio inkl. Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung für drei Tage 120 Euro bezahlt. Andere Anbieter wollten mehr als das Doppelte. Wer selber ins Innere der …

Stockholm unter blauem Himmel

Vor kurzem war ich in Stockholm. Dort fand dieses Jahr der Eurovision Song Contest statt und da ich diesem Event mit Freu(n)den schon ein paar Jahre hinterher reise, stand dieses Jahr die schwedische Hauptstadt als Ziel fest. Wir hatten Glück und vier Tage strahlend blauen Himmel und Wolken nur am Abreisetag. Gute Voraussetzungen für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Die Stadt selbst Stockholm wirkt nicht wie eine Millionenstadt, die sie faktisch ist. Es gibt kaum Hochhäuser, die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und es gibt sehr viel Wasser überall und zwischendurch viel Grün. Das Meer ist nah und vor der Stadt liegen unzählige kleine Inseln, die Schären. Bei tollem Wetter ist jeder Blick auf die Stadt toll, bei schlechtem Wetter…naja. Zum Glück gibt es genug Drinnen-Aktivitäten, doch mehr dazu später. Schweden ist leider nicht dem Euro beigetreten, daher muss man sich Schwedische Kronen besorgen. Oder einfach alles mit Karte zahlen, was in Stockholm kein Problem ist. Im Gegenteil: das ABBA-Museum beispielsweise nimmt überhaupt kein Bargeld an. Der Kurs ist ungefähr 9 Kronen = 1 Euro. Der …